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„Denk-Arbeit fühlt sich oft nicht wie Arbeit an.“ (sinngemäß nach Gabriele Fischer, brand eins)
Kennst du das?
Du sitzt am Schreibtisch. Starrst aus dem Fenster. Im Kopf sortiert sich gerade etwas: eine Idee formt sich, eine Richtung wird klarer. Aber gleichzeitig schleicht sich dieses Gefühl ein: "Ich mache ja gerade nichts."
Dabei machst du gerade das Wichtigste überhaupt. Du denkst.
Aber denken sieht von außen nicht wie Arbeit aus. Es lässt sich nicht in Stunden messen, nicht in E-Mails zählen, nicht auf einer To-do-Liste abhaken. Und genau deshalb haben wir ein Problem.
Vor ein paar Tagen habe ich in der brand eins ein Gespräch zwischen Wolf Lotter und Gabriele Fischer gelesen. Titel: "Home oder Office?" Aber eigentlich geht es um viel mehr: um die Frage, wie wir Arbeit definieren, was wir als wertvoll anerkennen und ob wir bereit sind, Denken als echte Arbeit zu sehen.
Ihre Gedanken haben mich nicht losgelassen. Weil sie genau das berühren, was wir täglich erleben: Menschen, die wissen, was sie wollen, sich aber nicht trauen. Die spüren, dass etwas anders werden muss, aber in alten Mustern feststecken.
Deshalb möchte ich ihre Impulse hier aufgreifen und auf das übertragen, was für dich konkret relevant sein könnte.
Während KI uns Routinearbeit abnimmt, bleibt für uns das, was nicht automatisierbar ist: klares Denken. Aber wir sind nicht gewohnt, das als vollwertige Arbeit anzuerkennen.
Und so stehen wir an einem Scheideweg: Wollen wir weiter funktionieren oder anfangen zu gestalten? Wollen wir Fleißkärtchen sammeln oder Zukunft denken? Wollen wir tun, was wir sollen oder das, was wir wollen?
Wolf Lotter bringt es im brand eins-Gespräch auf den Punkt: Während China klar kommuniziert, bis 2035 eine Wissensökonomie aufzubauen, führend in Technik und Wissenschaft, diskutieren wir über den nächsten Autogipfel.
Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Europa hat einmal durch Wissen, Kreativität und Erfindergeist die Welt verändert. Heute klammern wir uns an Muster aus einer Zeit, in der Fleiß das Maß aller Dinge war: Anwesenheit, Kontrolle, messbare Stunden.
Aber was, wenn die wichtigste Arbeit im Kopf passiert? Was, wenn Wertschöpfung nicht mehr dort entsteht, wo geschwitzt wird, sondern wo gedacht wird?
Fischer und Lotter fragen: "Wollen wir erwachsene Arbeitsbeziehungen, in denen das Ergebnis zählt? Oder wollen wir zurück in den Kindergarten, wo Anwesenheit kontrolliert wird und wir Fleißkärtchen fürs Abrackern bekommen?"
Diese Frage ist mehr als rhetorisch. Sie berührt, wie wir Arbeit definieren, wie wir Erfolg messen und wer eigentlich bestimmt, was wertvoll ist.
Viele Menschen spüren das bereits. In Gesprächen hören wir immer wieder: "Ich weiß, was ich will - aber ich traue mich noch nicht."
Warum? Weil eine alte Stimme in uns sagt: "So macht man das nicht." Weil wir gelernt haben, dass Arbeit sich schwer anfühlen muss. Weil wir uns schuldig fühlen, wenn wir nicht sichtbar produktiv sind.
Das ist das Sollen. Und es sitzt tief.
Stell dir vor, du erlaubst dir zu denken. Nicht nebenbei. Nicht schuldbewusst. Sondern als Kern deiner Arbeit. Stell dir vor, du fragst dich morgens nicht: "Was soll ich heute tun?" Sondern: "Was will ich heute gestalten?" Das ist keine Esoterik. Das ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die drei Dinge berührt:
1. Was du weißt – dein Wissen, deine Ideen, deine Klarheit. Das ist nicht Nichtstun. Das ist Denken. Und Denken ist Arbeit.
2. Was du wagst – der Mut, deinem Wissen zu folgen. Auch wenn das System sagt: "Mach's anders." Auch wenn andere nicht verstehen, warum du innehältst, bevor du losrennst.
3. Wo du deine Zeit investierst – wofür nutzt du deine Tage wirklich?
Für das, was du sollst? Oder für das, was in dir lebt?
Vielleicht sollten wir genau dort ansetzen: in den direkten Beziehungen, in denen Arbeit im Alltag wirklich passiert. In der Art, wie wir miteinander sprechen. Wie wir Verantwortung geben. Und wie viel Vertrauen wir uns zumuten.
Wenn du dir erlaubst zu wollen, verändert sich nicht nur dein Tag. Es verändert sich, was du als möglich erachtest.
Nimm dir jetzt einen Moment. Papier und Stift bereit?
Schritt 1: Schreibe drei Dinge auf, die du diese Woche getan hast.
Schritt 2: Frage dich bei jedem: "Habe ich das getan, weil ich sollte oder weil ich wollte?"
Schritt 3: Markiere die "Sollen"-Punkte. Und jetzt die entscheidende Frage: "Was würde passieren, wenn ich das nächste Mal anders entscheide?"
Wenn du merkst, dass fast alles "Sollen" ist, bist du nicht allein.
Viele Menschen leben in einem Modus, der von außen bestimmt wird:
Von Erwartungen. Von alten Mustern. Von der Angst, nicht zu genügen.
Aber du kannst einen anderen Weg gehen. Du kannst anfangen, dein Wollen ernst zu nehmen. Nicht als Luxus, sondern als Kompass.
Vielleicht weißt du gerade nicht genau, was dein nächster Schritt ist. Vielleicht stehen zu viele Optionen im Raum oder zu viele Zweifel. Dann laden wir dich ein:
Am 25. Februar nehmen wir uns 75 Minuten Zeit für dich und eine kleine Gruppe. Wir gehen Schritt für Schritt durch Fragen, die Klarheit schaffen.
Du musst nichts vorbereiten, nichts präsentieren. Du sortierst deine Gedanken und gehst mit einem klaren Ziel und einem ersten machbaren Schritt wieder raus. Kein Coaching, sondern geführte Selbstreflexion.
Ruhig. Klar. Ohne Druck.
Preis: 49€ | bring kostenlos eine zweite Person mit | Dauer: 75 Minuten | Format: Online via Zoom
Und wenn du spüren willst, wie es sich anfühlt, am Feuer über dein Wollen zu sprechen, komm zum Campfire-Abend.
Hier geht es nicht um Methoden oder Programme. Sondern um echte Begegnung. Um Worte für das, was du gerade spürst. Um erste Bilder von Zukunft, die gut tut.
Maximal 8 Menschen. Ein Abend. Kein Workshop. Nur Raum, Feuer und die Möglichkeit, anzukommen.
Preis: 111€ (vor Ort) | 79€ (digital, nächstes Mal am 17. März) | Dauer: 2,5 Stunden | Ort: Bretten (oder digital)
Du hast die Wahl: Scout-Map sortiert und gibt dir einen klaren ersten Schritt. Campfire vertieft und lässt Raum für das, was entstehen will. Oder beides. Weil der eine Abend orientiert und der andere verankert.
Die Gedanken sind frei. Schon immer gewesen. Aber wir haben verlernt, ihnen zu folgen.
Wir haben gelernt, dass Arbeit Anstrengung bedeutet. Dass Erfolg messbar sein muss. Dass wir funktionieren sollen.
Was wäre, wenn du dir erlaubst, anders zu denken? Nicht rebellisch. Sondern klar. Nicht gegen das System. Sondern für deine Zukunft.
Die Welt braucht keine weiteren Menschen, die nur funktionieren. Sie braucht Menschen, die denken. Gestalten. Wollen.
Du bist einer davon. Die Frage ist nicht: Darfst du? Die Frage ist: Wann fängst du an?
Welche Entscheidung aus deinem Leben war ein Sollen und welche ein Wollen? Schreib es gerne in die Kommentare. Wir sind gespannt.
Mit Zuversicht,
Oliver von ZukunftsPfad®
Quellenhinweis:
Dieser Text baut auf dem brand eins-Gespräch "Home oder Office?" von Gabriele Fischer und Wolf Lotter auf (brand eins 02/2026). Ihre Gedanken über Denken als Arbeit, über Wollen statt Sollen und über die Zukunft der Wissensarbeit haben mich inspiriert, das Thema auf berufliche Veränderungsprozesse zu übertragen.
Die Kernthesen zur Wissensökonomie, zur Anerkennung von Denkarbeit und zur Frage "Wollen oder Sollen" stammen aus diesem Gespräch. Meine Perspektive: Wie diese Erkenntnisse konkret für Menschen in beruflichen Umbruchphasen nutzbar werden.
Das vollständige Gespräch findest du hier: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2026/sichtbarkeit-in-zeiten-von-ki/sprechstunde-home-oder-office
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